Praxis für Ergotherapie

Friedrich-Ebert-Ring 1
97072 Würzburg

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Telefon: 0931/4605921
Telefax: 0931/4605922

E-Mail: infoergotherapie-graebner.de


Ergotherapie in der Pädiatrie
was ist Pädiatrie?

Ergotherapie in der Pädiatrie wendet sich an Kinder vom Säuglings- bis ins Jugendlichenalter, wenn ihre Entwicklung verzögert ist, sie in ihrer Selbständigkeit und Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Behinderung bedroht oder betroffen sind. Die Ursachen hierfür können angeborene oder früherworbene Störungen des Bewegungsablaufs infolge von Hirnschädigungen oder Entwicklungsstörungen sein, Sinneseinschränkungen, Störungen der Wahrnehmungsverarbeitung, Störungen in der Sozialentwicklung und Kommunikationsfähigkeit oder auch psychische Erkrankungen und geistige Behinderungen.

Unser übergeordnetes Ziel ist immer größtmögliche Handlungskompetenz und im Zusammenhang damit die größtmögliche Selbständigkeit des Kindes.

Dazu gehören unter anderen:

  • Verbesserung der Bewegungsabläufe, der Tonusregulation und der Koordination
  • Umsetzung und Integration von Sinneswahrnehmungen/ sensorische Integration und die Verbesserung der Körperwahrnehmung und des Körperschemas
  • Entwicklung und Verbesserung von kognitiven Fähigkeiten wie Konzentration und Ausdauer
  • Entwicklung und Verbesserung von sozi-emotionalen Kompetenzen, u.a. in den Bereichen der emotionalen Steuerung, der Affekte, der Motivation oder der Kommunikation
  • Integration des Kindes in Familie und Umwelt
  • Kompensation bleibender Defizite, auch durch Hilfsmittel

Wir behandeln u.a. nach den Konzepten von Ayres (Sensorische Integrationstherapie), Affolter, Bobath, Castillo Morales, Frostig oder Kipphardt.

Mögliche Hinweise auf Sensorische Integrationsstörungen

  • Entwicklungsverzögerungen
  • Entwicklungsdiskrepanzen
  • Schlaf- und Anpassungsstörungen
  • Auffälligkeiten bei der Nahrungsaufnahme
  • Verweigerung bestimmter Nahrung
  • Essprobleme
  • Sprachprobleme
  • Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) mit/ohne Hyperaktivität
  • Lernprobleme
  • Kommunikationsprobleme
  • Aggressivität und Regression
  • Psychosomatische Probleme

Grundsätzlich sollen alle in der Behandlung angebotenen Aktivitäten für das Kind in einem sinnvollen Handlungszusammenhang stehen. Der tatsächliche Entwicklungsstand des Kindes/Jugendlichen ist die Grundlage aller Maßnahmen. Dafür müssen die geistigen, emotionalen und körperlichen Fähigkeiten und Defizite erfasst werden. Die Beratung der Eltern und die intensive Zusammenarbeit mit ihnen sowie der Austausch mit anderen, das Kind betreuenden Personen, sind unabdingbarer Bestandteil unserer Behandlung.

Neues evidenzbasiertes Therapie-Konzept
CIMT

Neues evidenzbasiertes Therapie-Konzept CIMT für Schlaganfallpatienten und Patienten mit anderen Hirnschädigungen

(= Constrained induced Movement Therapie)
(= Bewegungsinduktionstherapie nach Taub)

die CIMT- Therapie ist eine Erweiterung der bereits länger bekannten „Forced Use“ –Therapie. Während bei der Forced Use-Therapie die gesunde Extremität mit einem Handschuh/ Schiene/ Schlinge imobilisiert wird, damit der Patient zum Gebrauch der betroffenen Extremität gezwungen ist, wird bei der CIMT-Therapie noch zusätzlich eine gezielte Bewegungstherapie der betroffenen Extremität durchgeführt.

Die Restriktion (Schulter/ Gelenkbandage)soll das Kompensationsverhalten mit dem gesunden Arm verhindern, die Motivation für Bewegungen mit dem betroffenen Arm erhöhen, die Aufmerksamkeit auf den betroffenen Arm lenken und ein kontinuierliches Üben mit dem betroffenen Arm im Alltag gewährleisten.
Die Tragebedingungen werden mit dem Patienten besprochen und (mit erwachsenen Patienten) verbindlich in einem Therapie-Vertrag festgelegt.

Nach umfassender Fortbildung durch Herrn Maik Hartwik (leitender Ergotherapeut der neurologischen Klinik Bad Neustadt), bieten wir nun bereits seit April 2008 die CIMT-Therapie mit bisher sehr positivem Patienten-Feedback an. Die Patienten zeigen sich neu motiviert, und verzeichnen teilweise erstaunliche Steigerungen in ihren motorischen Fähigkeiten, die vorher noch nicht möglich waren.
Diese Therapieform bieten wir für Kinder ab ca. 4 Jahren bis ins hohe Seniorenalter an.

Durch die stundenweise Bewegungsrestriktion der nicht betroffenen Seite werden nachweislich neue Areale im motorischen Cortex aktiviert.
Bei der Behandlung von Kindern wird die Tragezeit der Schultergelenkbandage in keinen Schritten individuell gesteigert. Diese Bewegungstherapie ist als einzige (erwiesen durch Langzeitstudien) auch dauerhaft erfolgreich.

Für ihre Fragen und die Demonstration der Schulter-Gelenk-Bandage stehen wir ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

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Therapie-Konzept CIMT

Mitglied im DVE

DVE

Deutscher Verband der
Ergotherapeuten e.V.